Beleuchtung Bartagame Terrarium – Tageslicht, Sonnenplatz und UVA/UVB

Bartagamen Beleuchtung

Die Beleuchtung für Bartagame im Terrarium ist eines der wichtigsten Themen. Sie sorgt für Wohlbefinden, Gesundheit, kann falsch angewendet aber auch fatale Folgen haben.

Tageslicht für Bartagame

Die beste und günstigste Variante um Tageslicht zu simulieren sind T-5 Röhren (Neon-Röhren). Gegenüber den älteren T-8 Röhren haben sie mehr Leuchtkraft und sind dadurch sparsamer. Schließlich läuft diese Beleuchtung die meiste Zeit.

Da mit den Röhren das Tageslicht simuliert werden soll, müssen sie auch eine Sonnen ähnliche Farbtemperatur haben. Also unbedingt auf Bezeichnungen wie „Day-Light“ oder eine Farbkennzahl wie 856, 850 oder 960 achten.

Farbkennzahl von Neonröhren:

8XX Steht für 80%iges Sonnenlicht, also je höher umso besser.
X60 Entspricht (mal 100) der Farbtemperatur in Kelvin. Für Bartagamen sollte diese zwischen 5500 und 6500 liegen.

Zwei Röhren mit je 120cm und 54 Watt reichen für ein 120cm langes Terrarium aus.

Sonnenplätze für Bartagame

Bartagamen liegen gerne in der Sonne, darum sollten Im Terrarium auch mindestens so viel Sonnenplätze wie Tiere sein. Zum Ausleuchten eignen sich dafür einfache Halogenspots. Diese heizen die Plätze auch gleich auf. Mehr dazu unter Temperatur.

In meinem Terrarium nutze HQI- Strahler zum Ausleuchten und gleichzeitig um die Sonnenplätze zu wärmen. HQI sind Metalldampflampen, mit einer sehr hohen Lichtausbeute. Auch hier sollte auf den Farbcode geachtet werden. Bei Osram, Radium, Sylvania die Farbe NDL oder D und bei Philips 942.

In einem 120 cm Terrarium mit zwei Tieren sollten zwei 70 Watt-Strahler reichen.

HQL-Strahler sind nicht zu empfehlen! Sie sind zwar günstiger, haben aber einen gelben Farbton und weichen dadurch sehr vom Tageslicht ab.

UVA / UVB Beleuchtung für Bartagame

Bartagamen brauchen unbedingt UVB- Strahlen. Ihr Körper produziert daraus lebensnotwendiges Vitamin D3. Ohne dieses werden die Knochen weich und verformen sich (Rachitis). Zwar kann man bei nachträglicher Bestrahlung die Schmerzen abstellen, aber die Schäden bleiben dauerhaft. Dies ist auf einigen meiner Bilder zu erkennen. Ich habe selber ein Tier aus „unfähiger“ Haltung mit stark ausgeprägter Rachitis übernommen. Inzwischen geht es ihm aber wieder richtig gut, nur der verformte Körper bleibt.

UVA-Licht regt den Appetit und die Bewegungslust an.

UVB-Röhren

Sind in meinen Augen der größte Unsinn! Ihr Wirkungskreis beschränkt sich auf etwa 30 cm und wessen Terrarium ist nur 30 cm hoch, oder wer legt seine Röhre in den Sand?

Des Weiteren sind sie zwar sparsam, kosten aber enorm viel und sollten mindestens einmal im Jahr ausgetauscht werden . (rund 200 kW/h im Jahr)

SpotStrahler mit UVB-Licht

Diese Strahler geben teilweise genügend UVB-Strahlen ab, sind also bedeutend besser als Röhren.

Allerdings verbraten sie etwa 150 Watt und sollten den ganzen Tag an sein. Bei rund elf Stunden täglich kommen da locker 600 kW/h zusammen. Dazu muss auch diese Lampe halbjährlich gewechselt werden.

Osram Vitalux

In meinen Augen die beste Lösung. Diese Lampen geben so viel Strahlung ab, dass täglich 20 min vollkommen ausreichend sind. Auch mit einer Leistungsaufnahme von 300 Watt rechnet sich das auf Dauer. Dazu hält die Osram Vitalux einige Jahre. Zu beachten ist allerdings, dass beim Bestrahlen ein Mindestabstand von 80 cm zu den Tieren eingehalten werden muss. Da die Strahlung durch Glas nicht wirkt kann sie also nur in entsprechend hohen Terrarien eingesetzt werden (rund 36 kW/h im Jahr).

Bildquellen

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